Wilcken: Unser Problem sind nicht zu wenige Biologen, sondern zu wenige Techniker und Ingenieure"

Südwestmetall weist Kritik der Biologen am Bildungsplan zurück

Erstellt am: 24.02.2014

Mit Unverständnis reagiert SÜDWESTMETALL auf die Kritik des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) am neuen Fach „Naturphänomene und Technik“. Die Vermittlung von MINT-Kompetenzen sei für die baden-württembergische Wirtschaft von herausragender Bedeutung. „Unser Wohlstand hängt ganz wesentlich davon ab, ob es weiterhin gelingt, qualitativ hochwertige Wertschöpfungsprozesse zu entwickeln und Baden-Württemberg als Technologiestandort zu sichern“, so Stephan Wilcken, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Freiburg von SÜDWESTMETALL.

 
Die Arbeitgeber bestärken Kultusminister Stoch, auf dem eingeschlagenen Weg zum neuen Fach Naturphänomene und Technik für alle weiterführenden Schularten entschlossen voranzugehen. Aus Sicht von SÜDWESTMETALL sei es sinnvoll, ein durchgängiges Technikcurriculum vom Elementar- über den Primar- und Sekundarbereich I bis zur Oberstufe einzuführen. „Wir halten die Vermittlung von Technik-Grundkompetenzen im Rahmen eines Fächerverbundes für den besten Weg“, so Wilcken. Bestärkt werde man dabei durch die positiven Erfahrungen mit dem Fach NWT in den Gymnasien. „Daher plädieren wir für eine neue Strukturierung von Fächerverbünden und der Fachsystematik, die der Logik folgt: Grundkompetenzen im Fächerverbund stärken und Vertiefung/Spezialisierung im Fach anschließen.“ Das Verbundfach Naturphänomene und Technik biete umfassende Lernerfahrungen und experimentellen Unterricht, wie es segmentierte Einzelfächer der Naturwissenschaften nicht leisten könnten.
 
Die Kritik der Biologen sei nicht nachvollziehbar, zumal keine einzige Stunde Biologie weniger erteilt würde als vorher. „Unser Problem beim Fachkräftenachwuchs sind zudem nicht zu wenige Biologen, sondern unter anderem zu wenige Techniker und Ingenieure“, so Wilcken abschließend.
 
Info: Die Bezirksgruppe Freiburg ist eine von 13 Bezirksgruppen des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e. V. – Südwestmetall. Die Mitarbeiter betreuen 71 Mitgliedsbetriebe mit rund 20.000 Beschäftigten.
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