Metallarbeitgeber in der Region Freiburg drängen auf eine schnelle Umsetzung der versprochenen Reform des Arbeitszeitgesetzes

„Die Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit würde Unternehmen und Beschäftigten dringend benötigten Spielraum bringen“

Erstellt am: 08.08.2025

FREIBURG – Die Metallarbeitgeber in der der Region Freiburg drängen auf eine schnelle Umsetzung der im Koalitionsvertrag von Union und SPD vorgesehenen Reform des Arbeitszeitgesetzes. „Das Gesetz stammt noch aus Zeiten weit vor der Digitalisierung. Die Arbeitswelt ist aber inzwischen deutlich vielfältiger geworden“, sagte die Geschäftsführerin der Bezirksgruppe Freiburg des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Iris Tauth, am Freitag in Freiburg. „Wir erwarten, dass die Bundesregierung jetzt die zugesagte Reform ohne weitere Verzögerung angeht.“

 

Iris Tauth begrüßte die Vereinbarung im Koalitionsvertrag ausdrücklich. Vorgesehen ist, die starre tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche Obergrenze zu ersetzen. „Die gesetzliche Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf zehn Stunden wird den Anforderungen der modernen Arbeitswelt aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmersicht nicht mehr gerecht. Sie schränkt die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten unnötig ein und steht der Flexibilität entgegen, die viele Betriebe und Beschäftigten heute dringend benötigen“, erklärte die Geschäftsführerin.

 

„Wenn ein Mitarbeiter beispielsweise ein Projekt an einem Tag fertigstellen möchte, um am nächsten Tag Zeit für das Fußballtraining seines Kindes zu haben, sollte er die Möglichkeit dazu haben. Gleichzeitig könnten die Unternehmen besser auf Auftragsspitzen oder spezifische Projekte reagieren. Diese Flexibilität darf die Politik unseren Betrieben und ihren Beschäftigten nicht länger verweigern“, unterstrich Iris Tauth.

 

Mit der Umstellung auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit werde niemand gezwungen, mehr zu arbeiten, stellte die Geschäftsführerin klar: „Es geht ausschließlich darum, Unternehmen und Beschäftigten mehr Flexibilität bei der Einteilung ihrer wöchentlichen Arbeitszeit zu geben. So profitieren Betriebe bei der Planung ihrer Produktionsabläufe und Beschäftigte gewinnen mehr Spielraum, um Familie und Beruf zu vereinbaren.“

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