Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V.

Wilcken: "Rückkehr zu paritätischem Beitragssatz hätte erhebliche negative Beschäftigungswirkung"

SÜDWESTMETALL: Arbeitgeberanteil am Krankenversicherungs-Beitragssatz muss weiter bei 7,3 % festgeschrieben bleiben

Erstellt am: 01/11/2018

FREIBURG – Der Geschäftsführer der Bezirksgruppe Freiburg des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Stephan Wilcken, hat CDU/CSU und SPD aufgefordert, in einem möglichen Koalitionsvertrag den Arbeitgeberanteil am Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung weiter bei 7,3 Prozent festzuschreiben. „Eine Rückkehr zu einem paritätischen Beitragssatz von Arbeitgebern und Arbeitnehmern hätte erhebliche negative Wirkungen auf das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung“, sagte Wilcken am Donnerstag in Freiburg : „Denn sie würde die ohnehin schon hohen Arbeitskosten weiter nach oben treiben und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen weiter beeinträchtigen.“ Nach einer Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft würde die durch einen paritätischen Beitragssatz ausgelöste Steigerung der Lohnnebenkosten die Arbeitslosenzahlen im Laufe der nächsten zehn Jahre um mehr als 300.000 steigen lassen.

„Eine weitere Festschreibung des Arbeitgeberanteils am Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung bei 7,3 Prozent bedeutet in Wahrheit ja auch keine einseitige Benachteiligung der Arbeitnehmer“, betonte Wilcken: „Denn die Arbeitgeber schultern heute schon durch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall einen deutlich höheren Kostenanteil an der Krankheitskosten-Finanzierung als die Arbeitnehmer.“ Zwar finanzierten die Beschäftigten neben dem Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent auch noch die Zuzahlungen zu Medikamenten und anderen Leistungen alleine und seien damit im vergangenen Jahr auf einen rechnerischen Gesamtbeitrag zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung von 8,7 Prozent gekommen. „Doch die Arbeitgeber liegen inklusive Lohnfortzahlung im Krankheitsfall mit 11,2 Prozent deutlich darüber“, unterstrich der Bezirksgruppen-Geschäftsführer.

Vor dem Hintergrund, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung in diesem Jahr auf 1,0 Prozent sinken soll, werde sich die ungleiche Lastenverteilung bei der Krankheitskosten-Finanzierung voraussichtlich weiter zu Gunsten der Versicherten verschieben, sagte Wilcken: „Eine echte paritätische Finanzierung der Krankheitskosten wäre für die Arbeitnehmer also ein deutliches Minus-Geschäft.“

 

Info: Der Arbeitgeberverband Südwestmetall ist einer der größten industriellen Arbeitgeber­verbände Deutschlands. Er vertritt in Baden-Württemberg die arbeitsrechtlichen, tarif-, sozial- und bildungspolitischen Interessen von rund 1.000 Mitgliedsbetrieben der Metall- und Elektroindustrie mit fast 500.000 Beschäftigten. Die Südwestmetall Bezirksgruppe Freiburg als eine von insgesamt 13 regionalen Vertretungen betreut über 70 Mitgliedsbetriebe mit mehr als 23.000 Beschäftigten.

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Stephan Wilcken
Geschäftsführer
Südwestmetall
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Fax:       0761 38669-50
Mobil:   0172 7643913
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Datum: 19.1.2018

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